Abbruch-Feedback *Leuchtender Sand*

20. Oktober 2018 0 Von Michelle

Bildquelle: Pixabay und Alina Stoica
Covergestaltung und Urheber: Isabell Schmitt-Egner

Darum geht es:

Manche Beziehungen sind einfach nicht für die Ewigkeit gemacht, das muss leider auch Joana schmerzlich feststellen und trennt sich von ihrer Liebe und Brasilien. Ihre neuen Zelte will sie in in der Algarve, in Portugal , wieder aufschlagen. Eine neue Wohnung hat sie schon so gut wie in der Tasche und ein neuer Job, als Tauchlehrerin, wartet auch schon auf sie. Ihre Vermieter sind herzlich und nett, ebenso wie ihre Chefin, die bald schon zu einer ihrer ersten Freunde werden kann.
Das Schicksal meint es gut mit ihr und alles fügt sich perfekt zusammen. Als sie dann auch noch einen heimatlosen und kränklichen Kater am Straßenrand findet und ihn dem ortsansässigem Tierarzt vorstellt, findet sie nicht nur einen vertrauensvollen Arzt in ihm, sondern auch einen attraktiven Mann, für den sie vielleicht noch einmal ihr Herz zu öffnen wagen will.

Doch schon bald gehen seltsame Dinge in Joanas Leben vor, in der eine alte Frau glaubt, in Joana ihre ermordete Schwester zu erkennen, ein fantastischer Strand der mit einem Fluch belegt sein soll und wo Träume und Visionen Joana heimsuchen, die gefährlicher sind, als man es sich vorstellen mag. Die einzige Verbindung zu all diesen seltsamen Ereignissen in ihrem Leben, findet sie nur in den Erzählungen einiger Einwohner. Diese berichten von Details aus dem mörderischen Vergehen am Strand, wo vor 40 Jahren ein junger Mensch sein Leben lassen musste.


Meine Meinung:

Jeder Leser nimmt ein Buch in die Hand oder in den Fokus, mit einer gewissen Erwartung an die Geschichte. Manchmal werden sie erfüllt, oder gar übertroffen und manchmal bleibt man auch enttäuscht, oder unbefriedigt zurück.

Leider traf es sich nun, dass die Erwartungen an meinen ersten mystischen Thriller, sich nicht ganz so erfüllt haben. Eigentlich versuche ich immer einem Buch wirklich lange eine Chance einzuräumen, so auch diesem Exemplar. Mein Durchhaltevermögen brach dann aber nach etwas mehr wie die Hälfte des Buches ab. Doch was war denn nun so schlimm, dass ich es dieses Mal nicht bis zum Ende schaffte?

Ich bin scheinbar mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangetreten, was wohl vor allem meiner Unwissenheit in dem Genre geschuldet war. Wenn ich an einen Thriller dachte, war für mich immer folgendes Bild klar im Kopf:
Es gibt ein Mord, gefolgt von Ermittlungen mit gestreuten Indizien, welche dann den Leser dazu auffordern mit zu kombinieren, raten und am Ende einen Täter zu entlarven.  Da hier auch angedeutet wurde, dass sich ein bisschen was romantisches noch in der Nebenstory befinden könnte, dachte ich eigentlich, das wäre ein guter Einstieg für mich, um das Genre zu beschnuppern.

Diese Rechnung ging nicht ganz auf, denn ich habe gelernt, dass ein Thriller nicht immer so klassisch aufgebaut sein muss, wie ich mir das dachte. Oft bedienen sich Autoren der Idee, den Protagonisten/in auf verschiedene Wege zum Täter zu führen, obwohl der Leser schon ziemlich sicher ist, wer der Übeltäter ist. Sicherlich hat das auch auf Liebhaber des Genres seinen Reiz, mich konnte es aber nicht wirklich fesseln oder gar unterhalten.

Das tut mir auch wirklich leid, denn die Autorin hat einen tollen und bildhaften Schreibstil gezeigt und unheimlich sympathische Charaktere geschaffen, die ich grundlegend wirklich gerne mochte und gerne begleitet habe. Anders hätte ich sicherlich nicht so lange durchgehalten und weiter gehofft, dass mich das Buch doch noch gefangen nehmen kann. Am Ende hat es aber dann leider doch nicht für mich gereicht.

Lag es denn nun wirklich am Buch? Ich weiß es nicht, da es mein erster Versuch im Genre war, vielleicht lag es hier vielmehr an mir als Leser. Vielleicht sind Thriller dieser Art auch einfach nicht meine Welt, so wie es viele andere Leser gibt, die mit Liebesromanen oder Fantasy nicht warm werden.

Da ich das Buch nicht beendet habe, wird es hier auch keine booktopische Wertung geben, denn mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten und ich kann auch nicht beurteilen, ob das Buch nicht vielleicht doch noch einige Überraschungen bereit gehalten hat, welche ich durch das Beenden nun versäumt habe.


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Titel: Leuchtender Sand
Autor: Alina Stoica
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 447 Seiten
erhältliche Formate: eBook 2,99 € und Taschenbuch 12,95 €
ISBN: 978-1983070488