Auf den Zahn gefühlt mit Petra Bethe Teil 3

7. Mai 2018 0 Von Michelle

Willkommen zum dritten und abschließenden Teil von “Auf den Zahn gefühlt” mit Petra Bethe

Heute ist der Veröffentlichungstermin des ersten Bandes der Buchreihe “Blutige Legenden”, geschrieben von Petra Bethe in Zusammenarbeit mit Mara Miditello. Ich hatte die Ehre, das Buch vorab lesen zu dürfen und freue mich tierisch darüber, dass Petra sich bereit erklärt hatte diese Aktion mitzumachen.
Sie hat sich natürlich auch dieses mal wieder ganz vielen Fragen gestellt und uns einen ganz tollen Einblick hinter die Kulissen und der Entstehungsgeschichte zum Buch gegeben.

Solltet ihr die ersten beiden Teile verpasst haben, dann könnt ihr diese >hier (Teil 1)< und >hier Teil 2< nachlesen.

Wir wünschen euch natürlich auch dieses Mal wieder ganz viel Spaß mit unserem Beitrag.

Hier erst mal ein paar Fakten zum Buch selbst:

Bildquellen: Amazon.de und viptalisman.com

Titel: Blutige Legenden 1 – Das Amulett
Reihe: Bund der Enigma
Autor: Petra Bethe
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 250 Seiten
erhältliche Formate: eBook 3,99 €
geplante Formate: Taschenbuch (kein offizieller Termin bekannt)

Darum geht es:

Dämonen der Vergangenheit verfolgen den Krieger Jaden und hindern ihn daran, sein Glück zu finden. Stattdessen verschreibt er sich der leidvollen Suche nach der verschollenen Kaiserin seines Volkes.
Als die neugierige Fotografin Custodia durch den Schutzzauber auf das Anwesen der Krieger stolpert, ändert sich alles. Sie trägt das sagenumwobene Amulett, das sie als heilige Shagoon auszeichnet und doch hat sie keine Ahnung, welche Kräfte in ihr schlummern. Custodia denkt, in einem Irrenhaus gelandet zu sein, und flieht, aber ihrer Bestimmung kann sie nicht entkommen.
Jaden ist ihrem Bann verfallen, fühlt sich ihrer jedoch nicht würdig. Dem ungeachtet hat das Schicksal ganz besondere Pläne mit ihnen beiden und stellt eine folgenschwere Forderung. (Textquelle: Amazon.de)

Auf den Zahngefühlt mit Blutige Legenden – Das Amulett

Wie kam es zu der Grundidee der Geschichte?
Eines Tages lief ich an einem Zaun vorbei, dahinter lag ein verwilderter Garten und ein moosbewachsenes Tor – an diesem hing ein Schild mit einem Namen und dem Vermerk ‚Anwalt‘. Das passte so gar nicht zusammen. Vor meinem geistigen Auge öffnete sich das Tor und in Leder gekleidete Männer auf Motorrädern schossen an mir vorbei. Der Bund der Enigma war geboren. Ich lief um das Gebäude herum und besah mir das Haus. Es war düster und unter den Fenstern waren Gesichter in den Stein gemeißelt. Meine Vision festigte sich und mit zittrigen Fingern tippte ich eine SMS an Mara Miditello: Wollen wir zusammen ein Buch schreiben?
(Ja diese Antwort gab es schon einmal, leider wussten wir ja im Vorfeld nicht, dass hier zwei Fragen zusammen kommen, aber euch enthalten wollten wir sie dann auch nicht.)

Was war für dich die größte Herausforderung an diesem Werk?
Beim Schreiben dieses Buches hatte ich noch keine Ahnung vom schriftstellerischen Handwerk und habe mich intuitiv leiten lassen. Deshalb war das Schreiben danach nie wieder so einfach wie bei diesem ersten Werk. Die Überarbeitung nach dem Lektorat war die größte Herausforderung.

Gab es noch andere Buchtitel, welche in Frage gekommen wären, oder stand von Anfang an fest, dass es dieser sein wird?
Es gab mehrere Ideen für den Titel, aber solange man weiter überlegt, ist es nicht der Richtige, bzw. ist die Idee bereits vergeben. Wichtig war vor allem, dass das Wort ‚Blut‘ im Titel vorkommt.

Erzähl uns doch bitte, welche Besonderheit auf uns warten in diesem Buch:
Wir kennen alle die klassischen Romantasy-Storys mit der schwachen Frau, die dem Bad Boy verfällt … In meiner Geschichte trifft eine starke Frau auf eine Gruppe Männer, die ihre Hilfe brauchen. Der Mann, in den sie sich verliebt, ist sanftmütig und liebenswert. Ihre Geschichte als Paar ist ein wichtiger Bestandteil der Hauptgeschichte, die sich über weitere Bände hinfortzieht.

Beschreibe die Geschichte mit 3 Worten bitte.
Spannung, Liebe, Erotik.

Gibt es in der Geschichte zentrale Themen, die dir besonders wichtig sind?
Es geht um die Stärke der Familie (nicht unbedingt blutsverwandt), den Zusammenhalt, selbstverständlich um die Liebe, aber vor allem um die Frau, die die tragende Rolle spielt.

Welcher Charakter aus der Geschichte hat dich am meisten geärgert und wieso?
Mistress. Die Gegenspielerin vom Bund der Enigma. Auch wenn sie zu Sadismus neigt, ist nicht einfach boshaft, sondern verfolgt nachvollziehbare Ziele. Es wäre einfacher gewesen, wenn ich sie hätte hassen können, aber das wollte mir nicht so recht gelingen.

Würdest du mit dir reden lassen, wenn deine Leser noch weitere Teile deiner Geschichten haben wollten?
‚Blutige Legenden‘ ist ohnehin eine Tetralogie, aber abgesehen von kleineren Novellen, in denen es um die reinen Liebesgeschichten der bis dahin noch ungebundenen Krieger gehen wird, ist die Geschichte danach beendet.

Würdest du sagen, der Handlungsort spielt für dich eine besondere Rolle?
Im Grunde genommen könnte die Geschichte überall spielen, aber mystisches passt meiner Meinung nach besonders gut nach Amerika. Underwood klingt auch klasse, finde ich.

Verbindest du besondere Erlebnisse mit diesem Ort?
Jetzt, da ich mit meinen Kriegern dort viel erlebt habe, kann ich das nur bejahen.

Gibt es herausstechende Charaktereigenschaften deiner Protagonisten?
Jeder einzelne der Protagonisten besitzt individuelle Charaktermerkmale, die sich sowohl in ihrer Sprache, als auch in ihrer Art sich zu kleiden oder sich zu bewegen widerspiegeln. Jeder hat eine Vergangenheit, die ihn/sie geformt und geprägt hat.
Die Hauptprotagonisten: Jaden ist sanftmütig, liebt die Gemeinschaft in der er lebt und ist bereit, für das Wohl anderer persönlich zurückzustecken. Seine besondere Fähigkeit ist es, die Pflanzenwelt nach seinem Willen beeinflussen zu können.
Custodia ist Fotografin, steht mit beiden Beinen im Leben und weiß normalerweise genau was sie will. Als sie jedoch von ihrer wahren Bestimmung erfährt, kann sie sich nicht so recht dazu entscheiden, sich auf diese ihr neue Welt einzulassen

Sind Teile der Geschichte inspiriert worden durch wahre Begebenheiten und Erlebnisse?
Unbewusst floss sicher etwas aus meinen persönlichen Erfahrungen mit in die Geschichte ein, aber da sie sich im Fantasy-Genre bewegt, gab es dafür wenig Spielraum.

Wurden manche Szenen in deinem Buch durch deine eigene Tageslaune beeinflusst?
Das kann ich gar nicht so recht beantworten. Wahrscheinlich beeinflusst meine Tageslaune mich immer beim Schreiben, aber das findet nicht auf bewusster Ebene statt.

Musstest du für diese Geschichte auch Zeit für Nachforschungen aufbringen? (wie z.B. bei Krankheiten oder technischen Abläufen)
Ich verbringe immer viel Zeit mit Recherchen. Wo spielt die Geschichte, was gibt es in der Umgebung, wie weit ist es zu diesem oder jenem Ort? Wer ist wann und wo geboren, welche politischen Ereignisse fanden in dieser Zeit statt, mit welchen Problemen musste meine Protagonisten sich auseinandersetzen? Wie ist das menschliche Blut zusammengesetzt, was könnte sich wie auf diese spezielle Rasse auswirken? Usw. Selbst wenn nicht alles in die Geschichte mit einfließt, so nimmt doch die Gesamtheit meines Wissens Einfluss auf das endgültige Buch.

Gibt es Gebäude oder Örtlichkeiten in deinem Roman, die für dich eine besondere Bedeutung haben?
Das Haus, in dem der Bund der Enigma lebt, ähnelt dem, welches ich bei Punkt 1 beschrieben habe. Allerdings ist es nur der äußere Eindruck. Hinter dem Magieschild sieht es ganz anders aus.

Hast du für uns einen lustigen Zwischenfall, der dir beim Schreiben passiert ist? (evtl. Outtakes)
Ganz exklusiv für euch: Im ersten Entwurf trank Custodia mit Ethan Whiskey und war danach ziemlich betrunken. Sie versuchte Jaden zu verführen, aber er ließ sie eiskalt abblitzen. Schade, dass die Szene nicht ins Buch kam. Ich mochte sie. Aber wie heißt es so schön? Kill your Darlings.

Welcher Nebencharakter in der Geschichte ist dir besonders ans Herz gewachsen?
David. Er ist mein absoluter Liebling, aber in keinem der vier Hauptbände übernimmt er die Hauptrolle. Erst in meiner Weihnachtsnovelle bekommt er sein Spotlight.

Waren deine Protagonisten von Anfang an genau so geplant, wie sie nun in Geschichte geworden sind?
Im großen und ganzen ja. Ihre Charaktere standen fest, noch bevor das erste Wort geschrieben war. Aber die Namen haben sich geändert.

Romantasy gibt es mit und ohne Erotikanteil, wieso hast du dich für deine Variante entschieden?
Ich finde, zur Liebe gehört Sex dazu. (Es sei denn es geht um eine asexuelle Liebe, was allerdings ins Queere Genre fällt und etwas für mein Pseudonym Quin Tanner wäre.) Ein Paar, das sich ineinander verliebt, fühlt sich in der Regel auch körperlich voneinander angezogen, und für die Entwicklung der Beziehung spielt Sex eine wichtige Rolle.

Hand aufs Herz! Wie ähnlich bist du deinen Protagonisten?
In jedem meiner Protagonisten steckt ein Stück von mir, auch wenn ich geistig in eine andere Rolle hineinschlüpfe, um sie zu schreiben. Am Ende bin doch immer noch ich es, die sie schreibt.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber als ich hier einen Blick hinter die Kulissen geworfen habe, gab es doch zusammenfassend viele Antworten, die mich durchaus neugierig gemacht haben. Eine davon ist die mit Mistress, ich bin wahnsinng gespannt gewesen, ob ich genauso empfinden würde, wie die Autorin selbst. Ob das der Fall ist, werdet ihr dann in meinem Feedback erfahren. 💖
Wir hoffen ihr hattet mit dieser Interview-Reihe genauso viel Spaß und Unterhaltung wie wir und wenn alles optimal läuft, seid ihr vielleicht sogar neugierig auf das Buch geworden.
Wir wünschen euch noch tolle Lesestunden und senden liebe Grüße