Crossover: SeelenMeer und Löwenflügel treffen auf Raffael

14. Mai 2018 0 Von Michelle

Hallo an alle Lesebegeisterte!

Bildquelle: Amazon.de

Wir freuen uns, dass ihr den Weg zu diesem etwas anderem Beitrag gefunden habt, denn heute dürfen wir euch in ein ganz besonderes Abenteuer entführen. Raffael ist ein Jugendlicher (16 Jahre alt), der unbedingt das Buch “Löwenflügel” von Thalea Storm lesen wollte. Leider war es für ihn aber nicht wirklich möglich an ein eBook zu kommen. Es machte uns traurig, dass es für ihn keine Möglichkeit gab, an diesen Lesegenuss zu kommen. Also schrieben wir die Autorin an, erklärten ihr die Sachlage und fragten, ob sie eine Möglichkeit sieht, wie wir dem Jungen seinen Wunsch erfüllen könnten.

Bildquelle: Amazon.de

Ihr Einfallsreichtum kannte hier zum Glück keine Grenze und natürlich hatte sie schnell eine passende Lösung für dieses “Problem”. Sie gab ihm einfach ein Leseexemplar. Dafür sollte ich mir einen ganz besonderen Beitrag für sie und eines ihrer Bücher überlegen. Tja, und hier kam dann sehr schnell die Idee zu einem Crossover. Ich wollte Raffael und Leo einmal zusammen bringen und schlug dies auch Thalea vor, sie war begeistert von der Idee und brachte dann direkt noch Corey’s Geist aus der Seelenmeer Trilogie vorbei. <3

Wie diese drei Charaktere zusammen kamen, was sie erlebt haben und wie sie miteinander zurecht kamen, das könnt ihr hier gleich lesen.

 

 

Wir wünschen euch ganz viel Spaß und gute Unterhaltung beim Tag der Offenen Tür der Schlossklinik Sternenpfau, die irgendwo in unserer Fantasie existiert. 😉

Raffael: „Puh … Ist man schon in der Psychiatrie zum runterkommen,und dann noch der Tag offenen Tür… Jetzt erstmal eine Rauchen….“

 

Leo: *räuspert sich verlegen als er Raffael erblickt* „Ähm…“ *tritt von einen Fuß auf den anderen* „… hallo!“ *fängt an zu schwitzen und reibt sich die feuchten Hände an der Jeans trocken* „Ich….ähm… könntest du mir helfen?“ *hustet gekünstelt* „Ich soll Flyer an die Besucher verteilen und…“ *stöhnt angestrengt* „… na ja…“ *gibt auf und läuft rot an*

 

Raffael: „Hallo. Alles in Ordnung mit dir? Selbstverständlich könnte ich dir damit helfen,lass mich aber erstmal aufrauchen so wie du ausschaust könntest auch eine vertragen.“ *reicht ihm die Zigarettenschachtel*

 

Leo: *nimmt eine Zigarette und zittert dabei so sehr, dass die ganze Schachtel zu Boden gerissen wird und alle Zigaretten über den Fußboden rollen* „Oh verdammt! Tut mir leid! Sorry! Scheiße, man!“

 

Raffael: „Ist schon okay … Lass uns erstmal kurz irgendwo hinsetzen du machst mir Sorgen… Will nicht verantwortlich sein das du hier in Ohnmacht fällst…“ *Hebt die Zigaretten dabei auf*

 

Leo: *atmet schwer und setzt sich neben Raffael* „Ich hab’s nicht so mit Menschen…“

 

Raffael: „Hmm… deshalb hast du so reagiert? Wie geht’s dir denn jetzt? Wie du siehst Reiße ich dir nicht den Kopf ab? Willst du was trinken ? Wenn du möchtest verteile ich die Flyer für dich … Kann ich mir gar nicht mit ansehen dich so zu sehen…“

 

Leo: „Danke!“ *wischt sich übers Gesicht* „Ich muss das irgendwie hinkriegen… deswegen bin ich ja hier…“ *Im Gebüsch hinter Leo und Raffael raschelt es und beide drehen sich um* „Hmm… ich dachte, da war was. Hier wird man noch verrückter, als zu Hause. Warum bist du hier?“

 

Raffael: „Da hast du Recht … Wenn du möchtest begleite ich dich als kleine Absicherung, warum ich hier bin… Wenn du es genau wissen möchtest ich habe eine leichte Tendenz mal zum Alkohol zugreifen… Aber das größte Problem sind meine unkontrollierbaren Stimmungsschwankungen,Mal könnte ich singen vor Glück 2 min später habe ich Tabletten und Alkohol am Start…“

 

Corey’s Geist: “Alkohol? Woah… den würde ich auch gerne mal wieder trinken.”

 

Leo: “Warte…hast du das gehört?“ *dreht sich wieder zum Gebüsch herum* „Ich könnte schwören, dass da jemand war!”

 

Raffael: „Das hast du dir nicht eingebildet …. Mir ist unwohl… Wollen wir uns nicht mit den Flyern auf dem Weg machen?…“

 

*Ein unerklärlicher Windhauch schießt zwischen Raffael und Leo durch und wirbelt alle Flyer in die Luft*

 

Leo: “H…h…h…hallo?”

 

Coreys Geist: *macht Leo nach* “Selber h…h…h….hallo!”

Leo (zu Raffael): “Lass uns abhauen!”

 

Coreys Geist: *das Abbild eines Jugendlichen formt sich vor Raffael und Leo aus einer Nebelwolke heraus* Geht nicht! Bitte! Wieso könnt ihr mich hören? Seht ihr mich auch? *dreht sich grinsend im Kreis*

 

Raffael: „… was … Was zur Hölle … Ich glaube ich Fall gleich um … Was… bist du? Und was willst … du von uns?“ *Stottert und hat Aussetzer*

 

Coreys Geist: *stürmt auf die Jungs zu* “Wie geil ist das denn? Hammer! Echt! Ihr seht mich! Alter Falter! Ihr habt ja keine Ahnung, wie verdammt beschissen langweilig es hier ist.”

 

Leo: “Hier? Wo? In der Klinik? Also mir ist es eher jeden Tag zu viel…” *seufzt*

 

Coreys Geist: “Nicht in der Klinik! In der Zwischenwelt! Ich bin tot… *grinst die Jungs an* Hab mich gut gehalten, oder?” *lacht*

 

Raffael: „Also entweder habe ich durch den Alkohol alle Gehirnzellen verloren oder ich träume … Das kann doch nicht sein… Es gibt Keine Geister….“

 

Coreys Geist: “Tja… wenn ihr zwei mich sehen könnt, heißt das, dass der Tod für euch auch schon mal Thema war. Richtig?”

 

Leo: *wird rot und wendet sich ab*

 

Raffael: „Naja … Denke zu verlieren gibt es nichts mehr … Also bin ich ehrlich nicht nur einmal ….“

 

Leo: “Da sind wir ja schon zwei…” *vermeidet jeden Blick nach oben*

 

Coreys Geist: *setzt sich zu den Jungs* “Kenn ich. So war ich auch mal…ein Teenager, der das Leben gehasst hat. Irgendwie war alles gegen mich… Familie, Freunde, das Leben selbst. Andere hatten es immer leichter. Nicht, dass ihr denkt, ich hätte mir das hier selbst ausgesucht. Dass ich in der Zwischenwelt gelandet bin, war eine andere Geschichte… kauft euch das Buch.“ *grinst* „Und was sind eure Gründe gewesen? Was stört euch am Leben?”

Leo: “Dass es so schwer ist… jeder will ständig was von mir… hat irgendwelche Ansprüche und Erwartungen, die ich nicht erfüllen kann. Und selbst wenn ich es versuche – gut genug bin ich trotzdem nicht, auch wenn ich mein Bestes gebe…”

 

Raffael: „Oh man … Entschuldigung das ich gerade nicht der Mensch mit größtem Wortschatz bin aber denke du wirst es verstehen nach deinem auftauchen oder? Aber um es auf den Punkt zu bringen es sind bei mir die selben Punkte wie bei euch beiden … Und die manische Depression macht es dann auch nicht einfacher die Stimmung zu halten …“

 

Coreys Geist: “Ich sag euch mal was – die Zwischenwelt ist für’n Arsch! Ich bin in ein lebendiges Mädchen verliebt, das sich am liebsten meinem lebenden Bruder an den Hals schmeißen würde, wenn ich endlich weg wäre. Toll, oder? Noch dazu treibt es einen in den Wahnsinn, wenn man selbst jeden sehen und hören kann, dich aber niemand wahrnimmt. So, wie ihr euch jetzt fühlt – einsam, unverstanden, alleine – so ist der Tod wirklich. Und da ist es nicht mehr nur ein Gefühl. Für mich ist das jetzt meine Existenz. Zum kotzen! Echt! Ich war nie in so ‘nem hübschen Gebäude hier. Aber ich glaube, dass es eine Chance für euch sein kann, oder? Ich meine, die wollen euch doch helfen, das Leben wieder lebenswert zu empfinden. Ich tue das jetzt auch, aber leider ist es dafür nun zu spät. Meine Zeit ist abgelaufen. Eure noch nicht. Es wird hier nicht besser, das kann ich euch versprechen…”

 

Raffael: „Oh man das tut mir leid … Irgendwie schäme ich mich für mein Verhalten … Können wir dir irgendwie helfen? Und was sind nun deine Pläne? Wenn es dir hilft können wir regelmäßig mit dir reden … Wenigstens etwas Gesellschaft wäre schon was oder? Gibt es in der Zwischenwelt keine anderen Seelen?“

 

Coreys Geist: “Doch, aber die sind alle beschäftigt. Wir suchen den Grund, der uns hier noch festhält… Was danach kommt, wenn wir den gefunden haben, weiß niemand.“ *Hebt vorsichtig die Hand und zeigt sie Leo und Raffael* „Seht ihr das Flackern in mir?”

 

Leo: “Du wirst mir immer unheimlicher…”

 

Coreys Geist: “Die Nähe von euch Menschen schwächt mich. Welch eine Ironie – ich bin hier gefangen und existiere im Verborgenen zwischen euch, aber ihr schadet mir.“ *versucht zu lachen, schaut dabei aber sehr gequält* „Es ist echt kein Spaß. Das Flackern zeigt mir, dass ich bald gehen muss. Weg. Kraft tanken. Woher auch immer. Und ihr? Ihr könnt heute aufstehen und sagen, dass ihr was ändern wollt. Ihr habt noch so viel vor euch. Klingt voll abgedroschen, ist aber wahr. Komische Menschen, nervige Familien, Ansprüche, Anforderungen – who care’s? Was im Leben zählt seid IHR! Euch muss es gut gehen, ihr müsst das Leben leben können.“ *das gesamte Abbild des Körpers flackert nun vor den Augen der Jungs* „Scheiße… was würde ich für euer Leben geben…

 

Raffael: „Es tut mir leid … So ein Schicksal zu erleiden … Was kann ich nur tun um dir zu helfen….? Auf jeden Fall bin ich für dich da wenn ich es als Mensch irgendwie kann ….“ *wird immer melancholischer* „Ich hoffe von ganzen Herzen das du deine Aufgabe erfüllen kannst und endlich Ruhe findest … Du hast mir einen neuen Denkanstoß gegeben… Und das würde ich dir gerne zurückgeben …“ *wird sehr nachdenklich*

 

Coreys Geist: *lacht* „Ich hätte vielleicht auch Psychologe werden sollen. Wenn ihr mir helfen wollt, könnt ihr mich hier irgendwo hinbringen, wo es viel Energie gibt, die ich ein bisschen anzapfen kann? Wasser? Strom? Heizung? Irgendwas? Dann könnte ich ein bisschen tanken und wieder zurück in meine einsame Zwischenwelt verschwinden und muss hier nicht so erbärmlich flackernd rumlaufen. Ich bin zwar tot, aber wie ein Volldepp will ich trotzdem nicht aussehen.” *zwinkert den beiden zu*

 

Leo: “Stehen dort hinter dem Hügel nicht Windräder, Raffael?” *zeigt hinter das Klinikgelände*

 

Raffael: „Ja … Lasst uns dorthin aber schnell…. Er soll nicht noch mehr gequält sein ….Leo ist es für dich in Ordnung oder ist es dir zuviel? Zur größten Not bringe ich ihm alleine dahin nur es muss jetzt schnell gehen ….“

 

Leo: *blickt sich hektisch um* „Wir müssen durch die Menschen da vorne durch, richtig?“ *schluckt schwer* „Ich… ich weiß nicht. Die Flyer…wenn Schwester Susann sieht, dass ich sie nicht verteilt habe, dann…”

 

Coreys Geist: “Das ist Leben, mein Freund! Die Dinge sind nicht immer schwarz und weiß oder laufen nur gerade aus. Und für die Leute da vorne hab ich eine Idee…”

 

*Corey packt Leo und Raffael an den Händen und zieht sie hinter sich her, während Raffael mit Worten beschreibt, wo die Windräder stehen. Um die Jungs herum verschwimmt alles. Wie im Rausch*

 

Leo: (schreit) “Was tust du denn?”

 

Coreys Geist: “So kann dich niemand sehen oder hören, weil ihr jetzt mit mir verbunden seid. Schau mal!”

 

*Corey rennt mit den Jungs an der Hand durch die Menschenmasse und direkt durch die Menschenkörper hindurch*

 

Raffael: „Ich glaub’s nicht was ich heute erlebt habe… Aber bitte überanstrenge dich nicht so! Sollst nicht schlapp machen bevor wir da sind!!! Aber danke das du uns schon behilflicher bist als wir dir…,Und das mit den Flyern machen wir noch Leo versprochen! Ich helfe dir gerne dabei.“

 

Corey: *bleibt auf dem Hügel stehen und blickt zu den Windrädern* „Schon armselig, dass ich sowas brauche, um weiter zu funktionieren. Von hier schaffe ich es alleine. Danke Jungs. Ihr seid echt schwer in Ordnung. Macht nicht irgendeinen Scheiß. Wenn ich einen von euch in der Zwischenwelt treffe, bringe ich ihn um.“ *Lacht über seinen eigenen Witz und klopft den Jungs brüderlich auf die Schulter* „Im Ernst… nutzt eure Chance, ja?”

 

Leo: *nickt und lächelt Corey vorsichtig zu* “Danke! Alles Gute für dich!”

 

Raffael: „Vielen Dank! Das Werden wir! Alles gute und erscheine gerne nochmal du bist auch mehr als in Ordnung“ *lächelt freundlich*

 

*Coreys Geist verschwindet zu den Windrädern und Leo wendet sich Raffael zu*

 

Leo: “Jetzt müssen wir wohl zurück…und durch diese Menschenmassen durch, ohne einen Geist der uns unsichtbar macht…könntest du, ich meine, wärst du so nett und… hilfst mir? Ich mag es nicht, wenn sie mir zu nahe kommen…” *seufzt*

 

Raffael: „Ja wir kriegen das hin ich gehe voran so daß sie Platz machen müssen und du läufst direkt hinter mir her in Ordnung? Denke dabei einfach an unser Geist Erlebnis und nicht an die Menschen!!!“

 

*An Raffaels Seite kämpft Leo sich tapfer durch die Menschen hindurch*

 

Leo: “Danke! Das ist echt nett gewesen… jetzt noch die Flyer und dann muss ich auch zur Gruppenstunde. Sehen wir uns denn mal wieder? Hier draußen? Ich dachte… na ja… du hilfst mir mit den Menschen und ich dir mit den heftigen Stimmungen? Ich bin perfekt darin, meine Stimmungen für mich zu behalten… na ja, die meisten zumindest.” *versucht vorsichtig zu lächeln und hat Angst, zurückgewiesen zu werden*

 

Raffael: „Klar gerne ! Ohne dich wäre ich vorhin wohl umgefallen nach dem Erlebnis… Außerdem musst du wissen das es mir hilft anderen zu helfen! Wie sieht’s denn aus? Schaffst das mit den Flyern alleine oder soll ich helfen macht mir wirklich nichts aus!?“

 

Leo: “Zusammen geht es sicher leichter und schneller. Dafür gebe ich dir nachher eine Zigarette aus. Nach dem Abendessen hier draußen?”

 

Raffael: „Sehr gerne ich werde da sein ! Du bist echt nicht verkehrt und hast dein Herz sicher am richtigen Fleck!“

 

*Leo lächelt schüchtern und reicht Raffael einen Stapel Flyer. Gemeinsam ziehen sie los und bringen sie unter die Leute*

 

 

ENDE!

Hoffentlich hat es euch genauso gut gefallen wie uns, denn wir hatten jede Menge Spaß an dieser Aktion.

Solltet ihr an so einem Projekt mal interessiert sein, egal ob Autor oder Leser, dann lasst es uns doch bitte wissen, vielleicht schaffen wir es ja mit euch noch weitere so tolle Lesemomente zu schaffen.

 

Liebe Grüße eure