Feedback “Blutige Legenden I – Das Amulett”

6. Mai 2018 0 Von Michelle

Bildquellen: Amazon.de und viptalisman.com; Coverdesign: NaWillArt-CoverDesign

Darum geht es:

Der Bund der Enigma ist auf der Suche nach der Thronerbin, diese war vor vielen Jahren aus Abbysthon verschwunden ist. Der Zeitplan drängt, denn die Frist des Ultimatums läuft bald ab. Findet der Bund die künftige Kaiserin nicht, so wird ihre boshafte Tante Mistress den Thron besteigen und natürlich unternimmt sie alles nur erdenkliche den Bund der Enigma von der Suche abzuhalten oder es ihnen besonders schwer zu machen.
Der Druck wächst und die Krieger kommen langsam an ihre Grenzen und dann taucht auch noch unerwartet eine junge Frau bei ihnen auf, die ihnen zusätzlich noch Rätsel aufgibt, denn sie trägt das Amulett der Shagoon. Laut den Sagen und Erzählungen soll sie in der Lage sein bei der Suche nach der Kaiserin zu helfen, doch Custodia denkt gar nicht daran ihnen zu helfen, denn sie glaubt einen Haufen von Verrückten vorgefunden zu haben und flieht. Jayden nimmt die Verfolgung zu ihr auf und merkt schnell, dass sie ihn mit einer ganz besonderen Magie gefangen genommen hat. Neben der Aufgabe die Shagoon zur Mithilfe zu bewegen, die Kaiserin zu finden, muss er sich schon bald mit seinen Gefühlen auseinandersetzen, die er vor vielen Jahren aus gutem Grund weggeschlossen hatte.


Ich hatte das Vergnügen, dass ich Blutige Legenden als Vorableseexemplar lesen durfte und dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Petra Bethe bedanken.


Meine Meinung:

Ich begann das Buch mit einem klaren Bild vor Augen, nämlich dem, dass ich es hier ganz bestimmt wieder mit ein paar Vampiren zu tun haben werde. Aber ich sollte mich täuschen. Auch wenn die Truppe aus dem Bund der Enigma viele paralelle Merkmale zum klassischen Bild der Vampire aufwiesen, waren sie aber trotzdem keine. Das hat mich anfangs sowohl irritiert, als auch fasziniert, irgendwann blieb dann nur noch die Faszination.

Die Geschichte an sich war toll zu lesen, schon nach wenigen Seite hatte mich die Autorin mit ihrer Art, alles in ein bisschen “Wortnebel” zu hüllen, für sich gewonnen. Ich bekam, gerade am Anfang, viele kleine süße Häppchen präsentiert, auf die ich mir lange keinen wirklichen Reim machen konnte und natürlich begann herumzurätseln. In vielen Punkten lag ich mit meinen Vermutungen auch gar nicht so falsch, trotzdem hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, die Geschichte wäre zu vorhersehbar gewesen.
Die Story beinhaltet verschiedene Welten und diese sind so aufgebaut, dass die Bewohner der einzelnen Weltenreiche nur sehr wenig von der jeweils anderen wussten. Bis auf wenige Ausnahmen! So schaffte die Autorin eine sehr spannende Atmosphäre, da ich mir, zusammen mit den Buchcharakteren, nie ganz sicher sein konnte, ob das vorhandene Wissen oder die neuen Theorien wirklich die richtige Richtung vorgaben.

Besonders gut gefallen hat mir die Entscheidung, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkel der Erzählperspektive geschrieben wurde. So bekam ich doch auch einige sehr schöne und aufschlussreiche Einblicke in die Gedanken und Pläne der Mistress. Sie hat sich definitiv einen besonderen Platz bei mir erobert, nämlich den, dass ich sie nicht leidern kann.
Ich will nicht sagen, dass ich sie hasse, aber ich fürchte, es könnte ihr in den nachfolgenden Bänden durchaus noch gelingen dieses Gefühl hervorzurufen.

Wie es sich für einen Romantasy Roman gehört, dominierte die Lovestory zwischen Jayden und Custodia (den Namen werd ich mir hoffentlich irgendwann mal merken können, bis lang scheiter ich hier kläglich), die einige sehr interessante Hürden, Widerstände und Wendepunkte zu bieten hatte, das Buch.
Beide waren mir durchaus symphatisch, auch wenn Jayden hier doch ein wenig zu soft rüber kam, zumindest wenn es nach meinem Geschmack geht. Meiner Meinung nach hätte er durchaus etwas mehr Biss haben können. 🙂
Custodia hingegen gefliel mir sehr gut, vor allem in ihrer Entwicklung als Shagoon. <3

Obwohl die beiden den Hauptpart bilden, zeigte die Autorin schon einige bedeutungsvolle Einblicke in den ein oder anderen Nebencharakter. Und genau mit diesen konnte sie mich gerade für David und auch Cruz ködern, denn bei beiden bin ich absolut gespannt, wie es weiter gehen wird.

Das Amulett ist der Auftaktsroman für eine 4 teilige Romanreihe, welche im Wechsel von Petra Bethe und Mara Miditello zusammen geschrieben wurden. Aus diesem Grund blieb ich am Ende des Buches mit wahnsinnig vielen Fragezeichen über meinem Kopf zurück, denn auch wenn die Liebesgeschichte zwischen der Shagoon und dem Enigma Kämpfer an sich abgeschlossen ist, gibt es noch viele offene Fragen und unaufgelöste Handlungsstränge, welche genug Potential bieten, dass ich nun ungeduldig auf die folgenden Teile warten muss.

Für mich war es ein sehr spannendes, fesselndes und magisches Leseerlebnis, welches ich sehr gerne weiterverfolgen werde. Zum Glück gibts in zwei Monaten ja schon den zweiten Teil, da muss ich wenigstens nicht mehr ganz so lange warten. <3

Dieses Buch bekommt von mir auf jeden Fall:


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Titel: Blutige Legenden 1 – Das Amulett
Reihe: Bund der Enigma 1.Teil
Autor: Petra Bethe
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsjahr: 2018
erhältliche Formate: eBook 3,99 € (Taschenbuch ist in der Vorbereitung)