Feedback “Dein Traum in mir”

16. Juli 2018 0 Von Michelle

Bildquelle: Amazon.de, viptalisman.com; Coverfoto: Coka – Fotolia.com

Darum geht es:

„Eine märchenhafte Liebesgeschichte über eine junge Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist und dabei eine andere Welt findet…“
Was würdest du tun, wenn du die Möglichkeit hättest, noch einmal von vorne zu beginnen und die Vergangenheit hinter dir zu lassen?
Ellas Leben ist kompliziert: um sie herum jagt alle Welt ihren Träumen und Zielen hinterher, während ihr Alltag von Terminen, Verantwortung und Frust gezeichnet ist. Doch dann lernt sie auf verblüffende Art und Weise den mysteriösen und zugleich faszinierenden Conrad kennen. Für Ella wird Conrad ein Ort der Zuflucht, der alles daran setzt, ihr die schönen Seiten des Lebens wieder näher zu bringen. Ein Wechselbad der Gefühle beginnt, hin- und hergerissen zwischen Traumwelt und Realität. Ella will der Wahrheit auf den Grund gehen und begibt sich auf eine geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit. Immer im Wettlauf mit der Zeit, denn ihre Leben droht sie erbarmungslos einzuholen. (Textquelle: Amazon.de)


Meine Meinung:

Jeder Mensch hat im Leben sein Päckchen zu tragen, die einen mehr als die anderen weniger. Thalea Storm hat sich bei diesem Roman hier, für ein besonders großes Paket entschieden. Dieses hat sie dann auch noch mit ein paar unsymphatischen Nebencharakteren gepaart, so gab es auf jeden Fall genug Unterhaltung und einige sehr nervenaufreibende Situationen beherbergte, bei denen ich des öfteren auf meine Atmung achten musste, um nicht laut los zu schreien.

Ella war für mich eine außergewöhnlich starke und absolut symphatische Protagonistin, vor der ich gerne meinen Hut ziehen würde, wenn ich einen auf hätte. Seit Jahren kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre Mutter, stellt ihre eigene Lebensplanung IMMER hinter den Bedürfnissen ihrer Mutter an. Nach Kräften versucht sie an alles zu denken und dafür zu sorgen, dass ihre Mama ein schöneres und komfortableres Leben hat. Und das macht sie weitgehends alleine. Schon nach wenigen Seiten schlug mein Herz für diesen Charakter und ich war gefesselt von ihrer inneren Stärke. Selbst in den wenigen Momenten, in denen sie ihrem Frust und ihrer schwindenden Kraft etwas Luft machte, stand ich voll und ganz hinter ihrem Handeln und es war für mich nicht einfach nur nachvollziehbar, sondern die Autorin schaffte es mich all diese Emotionen, welche Ella durchströmte zu fühlen.

Gerade wegen ihrem sehr anstengendem Tagesablauf genoß ich es sehr, zusammen mit ihr, Abends in ihre Träume einzutauchen, die Unbeschwertheit zu genießen und Conrad kennen und lieben zu lernen. Es war so einfach ihn zu mögen und ich konnte Ella sehr gut verstehen, das ihr Herz immer mehr für diesen Traumann schlug, umso schmerzlicher waren dann auch die Situationen, in denen auch ihr wieder bewusst wurde, dass es ihn leider nicht wirklich gab und es auch keine gemeinsame Zukunft mit ihm geben wird. Ich war ständig hin und her gerissen und war unwahrscheinlich gespannt, wie die Autorin diese zarte Verbindung auflösen wollte, denn auf der einen Seite war man sich immer bewusst, dass es nur ein Traum ist, auf der anderen Seite wünschte man sich für Ella und ihr Leben endlich mal etwas postitives.

So sehr ich Ella und Conrads Geschichte auch genießen konnte, gab es aber auch Charaktere, denen ich am Liebsten persönlich mal den Hintern aufgerissen hätte. Darunter teilweise Ellas Mutter, die mir so manches Kopfschütteln mit ihrem Verhalten bescherte, aber vor allem entflammten richtige Hassgefühle gegenüber Ellas Bruder Lennert. Diesen Kerl hab ich gefressen wie 10 Pfund Salz, der kann echt froh sein, dass es noch keine Möglichkeit für Leser gibt in Bücher zu springen, sonst wäre er der bestimmt nicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen. Ja ich konnte ihn so gar nicht leiden und doch war er für die Geschichte so unheimlich wichtig, sonst hätte sie mich niemals so mitreißen und bewegen können, dass ich zwischendrin mehr als einmal Tränen in den Augen hatte und mitschluchzen musste.

Lange Rede kurzer Sinn auch dieses Werk war wieder ein wahrliches Lesehighlight für mich und ich würde die Geschichte jederzeit wieder lesen, auch wenn ich zwischenzeitlich mein Herz erst wieder mit rot-türkisfarbenen Steine flicken musste (vorsicht ein kleiner Insider, nur dann wirklich verständlich, wenn man die Geschichte schon kennt).

Von mir gibt es für diesen Liebesroman, der mit einem Hauch Fantasy versüßt wurde, auf jeden Fall:


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Titel: Dein Traum in mir
Autor: Thalea Storm
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsjahr: 2016
Seitenanzahl: 245 Seiten
erhältliche Formate: eBook 2,99 €; Taschenbuch 8,99 €
ISBN: 978-1520548210