Herbstzeit – Erkältungszeit: Vorbeugen und Abwehren

Herbstzeit – Erkältungszeit: Vorbeugen und Abwehren

13. September 2018 0 Von Melinda

Die Tage werden wieder kürzer, die Sonnenstunden weniger. Bunte Laubblätter fallen. Die verschwitzten Sommertage werden rasant von kühlen Herbsttagen abgelöst. Und genau zu dieser Zeit feiern grippale Infekte ihre Hochsaison. Halskratzen, verstopfte Nase, Husten, Kopfschmerzen… So kündigt sich ein grippaler Infekt in der Regel an.

Allerdings gibt es einige kleine Tricks, die helfen können, gesund durch diese virale Zeit zu kommen.
Einige potente Pflanzen können dabei unterstützen, das Immunsystem stabil zu halten, sodass Erkältungsviren keine Chance haben. Ein paar der beliebten Hausmittel möchte dieser Artikel vorstellen.


Ingwer Bildquelle: Pixapay

Eine Wurzel, auf die inzwischen viele und immer mehr Leute dabei zurückgreifen ist Ingwer.
Dabei werden schlicht ein bis zwei Scheiben Ingwer in heißem Wasser als Tee zubereitet und nach Geschmack mit Honig gesüßt.
Der scharfe Geschmack wärmt von innen, fördert die Durchblutung in den Schleimhäuten und sorgt so dafür, dass Immunzellen die Erkältungseindringlinge schnell eliminieren können und diese so keine Zeit haben zu einem Infekt zu führen.
Desweiteren wird den Wirkstoffen in Ingwer eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung nachgesagt, die auch nicht schaden kann, wenn die Erkältung schon spürbar im Anmarsch ist.


Chillischoten Bildquelle: Pixabay

Eine ganz ähnliche Wirkung hat Chili als vorbeugende Maßnahme gegen Erkältungen. Pur oder in Mahlzeiten genossen steigert auch sie die Durchblutung in den Schleimhäuten und wirkt so stabilisierend auf das Immunsystem und wirkt ebenso wie Ingwer zudem schleimlösend.


Dass Vitamin C (=Ascorbinsäure) ein exzellenter Pusher für das Immunsystem ist, ist inzwischen fast jedem bekannt. Und Sanddornbeeren sind wahre kleine Kraftpakete gefüllt mit reichlich Vitamin C. Dieses ist direkt an der Immunabwehr beteiligt und somit das Mittel der ersten Wahl zum Vorbeugen eines grippalen Infektes. Als Saft erhältlich sind Sanddornbeeren auch sehr einfach einzunehmen.

Sanddorn Bildquelle: Pixabay

Wer schmerzfrei ist, was die eigenen Ausdünstungen angeht, kann auch eine tägliche Knoblaucheinnahme in seinen Alltag einbauen. Denn auch diese kleine Knolle hat zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Sowohl als vorbeugende Maßnahme, als auch bei den ersten Anzeichen einer Erkältung kann man entweder einen Sirup aus Knoblauchzehen mit Honig zubereiten oder die Zehen pur kauen. Statistisch verringert sich bei täglichem Genuss von 1 -3 Knoblauchzehen das Erkältungsrisiko um die Hälfte. Möglicherweise auch dadurch, dass man dann regelmäßig von weniger Menschen umgeben ist, was aber nur mein Gedanke dazu ist und nicht wissenschaftlich erwiesen ist.
Wissenschaftlich belegt ist hingegen, dass gerade der Stoff, der den Duft von Knoblauch ausmacht wie ein pflanzliches Antibiotikum wirkt.

Manchmal helfen allerdings die besten Pflanzen nichts und es erwischt einen dennoch unvorhergesehen. Manchmal reicht Stress, etwas wenig Schlaf und nicht ausreichendes Trinken (am besten Wasser oder ungesüßte Tees) schon aus, um das Immunsystem so weit zu schwächen, dass Erkältungsviren ein leichtes Spiel haben. Bei den ersten Anzeichen kann diese jedoch eventuell noch auffangen, sodass es gar nicht erst zu einer ausgewachsenen Infekt kommt.


Teebaumblüte Bildquelle: Pixabay

Teebaumöl zum Beispiel ist für seine antimikrobielle und desinfizierende Wirkung bekannt. Als ätherisches Öl leistet es gute Dienste, wenn man bei den ersten Anzeichen einer Erkältung damit inhaliert oder sich auch ein heißes Bad mit einigen Tropfen des Öles gönnt.


Sehr beliebt ist bei einigen Holunderblütentee. Die Holunderblüten wirken schweißtreibend und werden gerne zur Einleitung einer “Schwitzkur” bei einer Erkältung eingesetzt.

Holunderblüten Bildquelle: Pixabay

Mit Honig kann man den Tee nicht nur versüßen, dieser hat auch eine ganz eigene antibakterielle Wirkung. Das heißt, Honig ist in der Lage bestimmte Bakterien unschädlich zu machen. Zudem beruhigt er einen gereizten Hals und lindert quälenden Husten. Zwei Dinge gibt es dabei allerdings zu beachten: Der Honig sollte pur und nicht in einem heißen Getränk eingenommen werden, da Hitze die Wirkstoffe ihrer Wirkung beraubt. Und für Kinder unter einem Jahr ist Honig sogar gefährlich, da die zarte Darmflora der Kleinen mit bestimmten möglichen Bakterien, die im Honig enthalten sein können, nicht umgehen kann. Für ältere Kinder und Erwachsene gibt es damit aber keinerlei Probleme.

Und last but not least: Hühnersuppe.
Wer kennt es nicht: Man liegt elendig danieder mit einem dicken Kopf, kratzendem Halt und laufender Nase und das Erste, das die geliebte Mutter dazu sagt, ist: “Ich mach dir gleich mal eine Hühnersuppe.” Das ist aber nicht nur ein Seelentröster und gelebte Liebe einer besorgten Mutter, sondern hat auch einen wissenschaftlich Hintergrund. Denn neben diversen Vitaminen und Zink, der im Übrigen auch aktiv unterstützend auf das Immunsystem wirkt, enthält Hühnersuppe einen Eiweißstoff, genannt Cystein, der dafür sorgt, dass die Schleimhäute abschwellen und gegen Entzündungen wirksam ist.

Wir hoffen nun, euch ein paar Tipps an die Hand gegeben haben zu können, sodass ihr eine gesunde und goldene Herbstzeit verbringen könnt.

Eure