Mystery – Woche mit Thalea und ihren Bloggern

7. Mai 2018 0 Von Michelle

Herzlich Willkommen bei einem weiteren Beitrag der Mystery-Woche von Thalea Storm und ihren Bloggern

Nachdem Melinda euch heute Morgen ganz viel über das Räuchern erzählt hat, werde ich euch jetzt im zweiten Teil unseres Beitrages zeigen, wo diese Kunst der Entspannung öfter mal seinen Einsatz findet.

Räucherstäbchen, -kerzen oder pflanzen, werden nicht selten von Kartenlegern verwendet, um so eine sehr ruhige und entspannte Atmosphäre für ihre Kunden zu schaffen. Der Duft, in Kombination mit gedämmtem Licht und machmal auch ganz leiser und melodischer Musikstücke im Hintergrund, verleitet viele Menschen dazu ihre Unsicherheit, Anspannung, Angst vor den Tarotkarten oder dem Ergebnis der Sitzung, schneller abzubauen.

Das Kartenlegen oder auch das Tarotlegen ist ja so eine Sache. Jeder hat bestimmt schon einmal davon gehört, gelesen oder es sogar selbst versucht. Und die Erfahrungen mit diesen Ritualen sind meist sehr zwiespältig. Aus diesem Grund habe ich mich einmal mit dem Thema auseinander gesetzt.
Eins direkt vorneweg!
Ich werde das Thema nicht sehr vertiefen, denn das würde hier auf jeden Fall den Rahmen sprengen (das Thema und seine Geschichte sind einfach zu Umfangreich), denn Tarot ist nicht einfach nur ein modernes Kartenspiel, welches man innerhalb weniger Sätze erklären könnte, sondern es handelt sich vielmehr um einen Brauch, der aus einer Zeit zu uns fand, in der ich persönlich ihn nicht vermutet hätte.

Soweit heute bekannt ist tauchte das Tarot im 5. Jahrhundert das erste Mal auf und erreichte schnell große Beliebtheit.
Das erste bekannte Spiel stammt aus dem Jahre 1441 vom Hof des Herzogs von Mailand, Fillippo Maria Visconti. (Quelle: http://www.tarotanalyse.com)

Wahnsinn, wie weit seine Geschichte zurück führt und wie lange es schon die Menschen faszinieren konnte und noch immer kann, oder findet ihr nicht?

Die Tarot – Kartendecks sind alle nach dem selben Muster aufgebaut: 78 Karten, die in zwei Arkana (das große und das kleine Arkana) aufgeteilt sind. Das große Arkana besteht aus 22 durchnummerierten Karten, beginnend bei 0, endend bei 21. Das kleine Arkana umfasst 56 Karten und ist in vier unterschiedlichen Farben oder Reihen aufgeteilt. Natürlich haben sich die Kartendecks mit der Zeit verändert und weiterentwickelt. Heute gibt es mehrere hunderte verschiedene Decks. Doch aus dieser Vielzahl haben sich drei Decks hervorgehoben und sind wohl die bekanntesten unserer Zeit. Die Rede ist von Marseille-, Rider-Waite und Corwley- Tarot.

Außerdem gibt es auch noch andere Spielkarten, welche zum Kartenlegen oder auch für eine Tarotsitzung verwendet werden. Darunter fallen unter anderem: Lenormand-, Engels -, Zigeuner- und Kipper-Karten, selbst das normale Skatblatt kann hier Anwendung finden. Die Auswahl ist also groß.

Die Karten werden oft als Ratgeber oder auch als Medium zum Wahrsagen verwendet. Sie können durch verschiedene Legemuster helfen eine Lebenssituation besser zu verstehen, einen Hinweis darauf geben, welche Möglichkeiten ein Scheideweg für den Fragenden bereit hält, oder kann zukunftsweisende Antworten liefern. Es gibt einige bekannte und oft verwendete Legesysteme, mit denen man verschiedene Fragen stellen oder Ratschläge erbitten kann. Die wohl bekanntesten sind Legesysteme wie z.B. Das Kreuz, Liebesorakel, Beziehungsspiel, Keltische Kreuz, Tageskarte oder das 3 Karten Legesystem. Es gibt allerdings unzählige weitere Legemuster, denn es gibt beim Tarot kein festgesetztes System, da jeder Kartenleger noch seine eigenen Legeschemen dazu entwickelt.
Ob es wirklich möglich ist Vorhersagen zu treffen, die dann auch wirklich so zutreffen, wie eine Wettervorhersage evtl., das wird wohl jeder für sich selbst herausfinden müssen. Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es trotz vieler Untersuchungen bis heute noch nicht. Seltsamerweise gibt es aber immer wieder Stimmen, die davon berichten, dass die Weissagungen trotz anfänglicher Skepsis zugetroffen seien.

Fest steht, dass das Tarot Menschen fasziniert, Meinungen teilt und das sowohl heute, als auch damals. Während die eine Gruppe die Karten fast anbetet und sie als Heiliges Gut bezeichnet, werden sie von anderen verteufelt und die Personen, welche sich damit beschäftigen, als Abzocker, Betrüger und Scharlatanen betitelt. Ein häufiger Grund für dieses Denken könnte sein, dass der Mensch gerne etwas schlecht redet, das er nicht versteht oder logisch erklären kann. Ebenso könnte es aber auch darauf zurückzuführen sein, weil einige Kartenleger immer wieder betonen, dass es nur dann funktionieren kann, wenn man sich der spirituellen Ebene öffnet und man die Magie und Schwingungen im Geiste nicht blockiert.
Wenn dann noch Aussagen getroffen werden, die nicht zutreffen oder der Kartenleger merkt, der Kunde bleibt skeptisch, dann werden die Kunden häufig mit folgenden Sätzen abserviert: „Ich merke sie blockieren die Energie; Sie öffnen nicht ihren Geist; Sie scheinen noch nicht empfänglich und bereit für die Magie zu sein.“ Diese Erklärungen und die Tatsache, dass der Kunde trotzdem den vollen Sitzungspreis zahlen muss, schüren natürlich den Unmut und wirken nicht sehr vertrauensvoll.

Die Beliebtheit nimmt aber trotz all dieser Diskussionen immer weiter zu. Wurden früher noch das Wissen und die Rituale streng geheim und nur Auserwählten spirituellen Menschen weitergeben, werden heute richtige Schulungen und Workshops angeboten, um die Kunst des Kartenlegens zu lehren.
Portale im Internet, TV und Telefondienste schießen immer wieder aus dem Boden und stehen nicht mehr weit hinter dem Horoskop und der Astrologie in der Trendliste.

Nur eines ist auf jeden Fall Gewiss, so lange Menschen neugierige bleiben und so lange sie noch an das Mystische und Geheimnisvolle zwischen den Welten glauben, genauso lange wird es auch die Rituale der Esoterik weiter geben. Ebenso sicher ist aber auch, dass es weiterhin viele Menschen geben wird, die hier den schnellen und leichten Verdienst schnuppern und keine Scheu davor haben verzweifelten oder leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Geheimnisvolle und mystische Grüße von