Mystery – Woche mit Thalea und ihren Bloggern: Die Kunst des Räucherns

7. Mai 2018 0 Von Michelle

Die Kunst des Räucherns

Räucherstäbchen-Verkauf, Vietnam
Bildquelle: Pixabay

Ich habe im Rahmen der Mystery-Woche von Thalea Storm alles Mögliche zum Thema Räuchern für euch. Dabei habe ich mich vor allem auf die Wirkungen verschiedener Räucherwerke fokussiert, die nicht wissenschaftlich belegt werden können, sich aber dennoch auf Erfahrungswerte stützen und die ich zum Teil auch selbst ganz gerne benutze.


Unter dem Begriff “Räucherritual” versteht man das Verglimmen aromatischer, meist getrockneter Pflanzenstoffe (Blüten, Harze, Hölzer), die eine Wirkung auf Körper, Geist und Seele hervorrufen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Räucherns. Mit Räucherstäbchen und -kegeln ist das sehr einfach. Man kann es aber auch etwas aufwendiger gestalten. In Ritualen am liebsten angewendet ist das Räuchern mit Kohle.
Das funktioniert folgendermaßen:
Benötigt wird zunächst ein Räuchergefäß. Dies kann von einer dickwandigen Müslischale bis hin zu aufwendig verarbeiteten Räuchergefässen aus dem Fachhandel alles sein.
Dieses Gefäß wird mit Räuchersand großzügig befüllt. Der Sand wirkt als schützender Wärmepuffer zwischen der Schale und der heißen Holzkohle. Meiner Erfahrung nach ist es einfach trockener, feinkörniger Sand.
Für die Hitze wird Räucherkohle benötigt. Am gebräuchlichsten hierbei ist Schnellanzünder-Kohle. Welche der beiden möglichen Kohlen-Größen man verwendet, hängt von der gewünschten Räucherzeit ab. Ich nehme immer die kleineren, die etwa 30 – 45 Minuten brennen.
Schnellanzünder-Kohle

Schnellanzünder-Kohle
Bildquelle: Pixabay

Nun wird die Kohle angezündet und hochkant in den Sand gestellt, bis sie durchgeglüht ist. Daraufhin kippt man sie einfach um, am besten mit der Mulde nach oben und nicht mit bloßen Fingern, denn das Ding wird ordentlich heiß.
Sobald eine graue Ascheschicht auf der Kohle sichtbar ist, wird das ausgewählte Räucherwerk auf die Kohle gelegt und schon beginnt das Räuchern.
Nach Verglimmen der aufgetragenen Räucherstoffe kann man diese einfach mit Löffel oder Räucherzange zur Seite schieben und “nachladen”.

Es wird vermutet, dass es das Räuchern schon nahezu seit der Entdeckung des Feuers gibt. Aber selbst wenn man lediglich Überlieferungen zu Rate zieht, geht die Tradition des Räucherns auf mehrere tausend Jahre zurück.
Im Laufe der Zeit wurde es aus religiösen Gründen und auch zu medizinischen Zwecken verwendet.
Vor dem religiösen oder spirituellen Hintergrund schätze man das Räuchern zur Öffnung des Geistes, zur Reinigung der Atmosphäre und für Schutzrituale.
Inzwischen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen über die antibiotische und antiseptische Wirkung der Düfte verschiedener Pflanzenstoffe (vgl. Aromatherapie)

Es gibt viele weitere Möglichkeiten zu Räuchern. Ich persönlich ziehe im Alltag Räucherstäbchen vor. Einfach aufgrund der unkomplizierten Handhabung. Wenn ich aber mal ein Ritual machen möchte, dann ist schon die Räuchervorbereitung in meinem Ritual mit drin. Und dazu gehört für mich das Räuchern mit Kohle.
Ebenso gibt es zahlloses Räucherwerk und Räuchermischungen, die man gezielt verwenden kann.
In diesem Beitrag aber möchte ich euch die Wirkungen einiger besonderer Räucherstoffe zeigen die nicht wissenschaftlich abhandelbar, aber umso deutlich fühl- und wahrnehmbar sein können.

Angelikawurzel (Engelwurz):

sehr kraftvolle Heilpflanze mit erdigem Duft
Lichtbringer für Geist und Seele
schützt vor schwarzer Magie

Drachenblut:

Bildquelle: Pixabay

starker Schutz vor negativen Energien
verstärkt die Wirkung anderer Räucherstoffe

Eisenkraut:

altbekannt zum Schutz vor Bösem
bringt Frieden und Heilung

Sandelholz:

entspannt den Geist
ferne bei Meditationen eingesetzt

Styrax:

ein extrem angenehmer Duft
wirkt gegen Traurigkeit und Schwermut

Weißer Salbei und Zeder:

ergänzen sich optimal und verstärken die Wirkung des jeweils anderen
heilend auf Körper, Geist und Seele, zentrierend, reinigend (Fremdenergien, negative Energien)

Welchen Sinn hat das Räuchern?

Räucherstelle vor einem Palast, Asien
Bildquelle: Pixabay

Mein persönlicher Sinn besteht weniger darin, dass ich Stein und Bein auf jede einzelne Wirkung schwöre, als vielmehr darauf, dass mir das Räuchern ein entspanntes Gefühl und mehr Wohlbefinden beschert. Wenn ich es gerade schwer habe und um mich rum alles chaotisch ist, tut es sehr gut, alleine ein ruhiges kleines Ritual nur für mich zu machen und mich wieder darauf zu besinnen, was mir im Leben wichtig ist und alles wieder aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Im Allgemeinen wird der Umgang mit Räucherwerk in unseren Breitengeraden vorwiegend in esoterischen Bereichen genutzt. Die entspannenden und Geist öffnenden Wirkungen (und auch schützende und reinigende Wirkungen) werden besonders im Rahmen von Ritualen, Meditationen, sowie bei verschiedenen Kartenlege-Methoden geschätzt, von denen die wohl bekannteste das Tarot ist.

In die spannende und durchaus umfangreiche Welt des Tarot entführt euch heute Mittag Michelle und berichtet euch das Wichtigste rund um diese populäre Kartenlegemethode!

Viel Spaß dabei!
Eure