We meet protagonists: Liam und Kilian

25. Januar 2019 0 Von Michelle

Herzlich Willkommen liebe Booktopianer und Lesefreunde,

gibt es etwas schöneres, als die Möglichkeit zu haben, sich mit Buchhelden und/oder Antagonisten zu treffen? Ihnen Fragen zu  stellen oder sich einfach nett mit ihnen unterhalten zu können?
Habt ihr davon nicht auch schon geträumt?
Wir träumen davon bei fast jedem Buch, denn es gibt immer einen, oder mehrere, Charakter, der besonders spannend, symphatisch oder einfach unglaublich faszinierend ist.

Aus diesem Grund treffen wir uns immer mal wieder mit aufgeschlossenen Buchcharaktere und genießen eine kurze, aber dennoch schöne, Zeit mit ihnen.
Für heute haben uns Liam und Killian aus “Werde sichtbar” zugesagt und wir freuen uns rießig auf dieses Treffen.

Wir laden euch herzlichst dazu ein unser Treffen als Zuschauer zu begleiten und wünschen euch viel Spaß beim Kennenlernen der Charaktere. <3


Ungeduldig und aufgeregt stehen Melinda und Michelle, genannt Melichelle, an einem Picknicktisch mit Bänken und warten auf das Eintreffen von Kilian und Liam. Die Temperaturen sind nur wenig über dem Gefrierpunkt und die beiden Frauen tippeln auf der Stelle, um sich warm zu halten.

Schon wenige Augenblicke später treffen Kilian und Liam ein und alle begrüßen sich. Jeder stellt sich ein bisschen vor und es folgt eine Runde Smalltalk, damit sich alle ein wenig beschnuppern können. Doch Melichelle werden schnell neugierig und nutzen die Chance um weitere Fragen zu stellen.
Wenn sie nur ahnen würden, was genau sie erwartet. Sonderbare Ereignisse werden sich abspielen und für allerlei Verwirrung sorgen, aber schaut selbst:

“Wie steht ihr beiden zum Thema Familie und Freundschaft? Welche Rolle spielen Freunde und Familie in eurem Leben?”, wollen die beiden Frauen gerade von den Männern wissen. 

Kilian: “Familie? Freundschaft? Das kenne ich nicht wirklich.
Alle Menschen in meinem Leben, die sich wie Freunde oder Familie aufgeführt haben, haben mich letztendlich nur entweder gehasst, verprügelt oder gemieden.
Ich konnte mich eigentlich immer nur auf mich selbst verlassen. Dabei war es mal anders, nicht wahr, Liam?”

Liam: “Das ist schon so lange her, dass ich es vergessen habe!
Du verdienst meine Freundschaft nicht mehr, nach all dem, was du getan hast! Denn im Unterschied zu dir, bin ich ein absoluter Familienmensch, zumindest war das so, bis du alles ruiniert hast!
Ich war verheiratet, wurde Vater … und du hast mir alles genommen!”

Kilian: “Was? Wovon sprichst du überhaupt?
Da tauche ich nach etlichen Jahren wieder in Albany auf, um meinen Vater zu beerdigen und habe dann dieses groteske Empfangskomitee.
Zuerst tauchst du im Hotel auf, um mich zu verprügeln und dann lauerst du mir im Krankenhaus auf, um mich festzunehmen.
Freunde tun so etwas nicht!

Killian wirkt sichtlich überfordert und betroffen. Einen kurzen Moment können Melinda und Michelle in seinem Blick Traurigkeit erkennen. Die Ereignisse scheinen ihm noch immer nahezugehen, doch damit sie nicht weiter in ihm lesen können, lenkt er gekonnt das Gespräch in eine neue Richtung. 

Kilian: “Sagt mal, ist euch auch so kalt hier? Musste es ausgerechnet ein Park im Winter sein? Warum nicht ein Strand und Meer? Könnt ihr die Wellen rauschen hören, die Möwen? Und spürt ihr die Sonne auf eurer Haut? Mir gefällt dieses Ambiente weitaus besser.” 🙂 


Melichelle schauen sich im ersten Moment irritiert an, spüren aber schon langsam die Wärme über sich kommen. Die Sonne, welche mit ganzer Kraft, die Luft und den Sand erhitzt, die Meeresbrise, welche sie im Nacken und unter der Nase kitzelt und das Rauschen der Wellen, das leise in ihre Ohren flüstert.

All das passiert von einer Sekunde zur Nächsten und die Frauen sind mehr als überrascht, fast schon schockiert. Schon nach wenigen Minuten bilden sich auch schon die ersten Schweißperlen auf der Stirn, denn sie sitzen noch immer, wie im tiefsten Winter, eingepackt an ihrem Tisch.

Noch immer etwas benommen und irritiert, legen sie die Winterkleidung ab und entdecken, vor ihnen auf dem Tisch stehend leckere Cocktails und kleinere Knabbereien.
Leise dringt eine angenehme Stimme in die Gedanken der beiden Frauen. Ja sie war nicht über die Ohren vernehmbar, sondern klang direkt in ihren Gedanken.
Eine männliche Stimme. Beruhigend. Warmherzig. Fast schon zärtlich.

Kilian spricht per Gedankenkontrolle zu Melichelle: “Habt keine Angst, es wird euch nichts passieren. Gedanken können Erstaunliches schaffen und ich habe die Fähigkeit, sie lenken und formen zu können.”

Liam: “Was zum Teufel … ich verstehe nicht? Hab ich was auf den Augen? Wie ist das möglich? Verflucht, es ist heiß – wie sind wir hier her gekommen?”

Kilian ignoriert ihn, spricht aber in Gedanken weiter zu Melichelle: “Nur eine Bitte habe ich an euch, verratet es nicht Liam, denn er weiß nichts von meinen Fähigkeiten und es wäre besser, wenn er es auch nicht erfährt. Könnt ihr mir das versprechen?”

Melinda und Michelle antworten leise denkend und noch immer überrascht, aber auch fasziniert mit einem “Ja”.
Es ist unglaublich was hier gerade passiert und doch fühlt es sich so normal und toll an. 

Melinda ist voller Freude und fasst diese in einen Gedanken zusammen: “Uiiiiii, das gefällt mir!”
Michelle hingegen wirkt eher wie paralysiert und versucht noch immer zu begreifen, was gerade passiert ist.

Kilian: Ich wusste, dass euch das besser gefällt 😉 Meli, du bist eine Frau nach meinem Geschmack. 😀

Liam: “Ich verstehe es noch immer nicht? Seht ihr das auch? Den Strand? Wir waren doch gerade im Park?”

Melichelle fragen gedanklich: “Wie sollen wir reagieren, was sollen wir ihm antworten?”

Kilian wieder zu den Mädels: “Okay, sorry Ladys, Liam möchte lieber allein die Kälte im Park weiter genießen. Keine Sorge, ich bekomm das hin, damit er sich beruhigt. 😉 Und wir können trotzdem gemeinsam weitermachen.”


Kilian: “Okay. In der Schulzeit waren wir die besten Freunde, doch scheinbar hat Liam das vergessen. Zusammen mit Alessia, waren wir ein super Team. Immer, wenn ich gehänselt wurde, hat Liam mich beschützt und Alessia war immer schon die gute Seele gewesen.”

Liam: “Genau … und wann wolltest du mir erzählen, dass du auch ein Auge auf sie geworfen hast? Mistkerl!”

Kilian: “Ich weiß … überhaupt nicht was du meinst.”

Melichelle wirken überrascht, denn mit diesem angespanntem Verhältnis, der beiden, haben sie nicht gerechnet. Dennoch sind sie fest entschlossen, die beiden noch nicht vom Haken zu lassen.
Daher haken sie etwas nach: “Ok… ähm, genau… Also, wie nicht zu übersehen ist, ist eure Beziehung recht angespannt, was sie aber ja nicht immer war, wie ihr angedeutet habt. Wenn ihr also die Möglichkeit hättet, eure Leben zurückzuspulen, was würdet ihr anders machen?”

Kilian wirkt wieder etwas bedrückt und weniger euphorisch: “Ich muss gestehen, ich hätte mir vieles ganz anders gewünscht. Ich habe die Beziehung zu Liam und Alessia genossen, selbst wenn er mir das heute nicht glauben wird.”
Kilian versucht seine Emotionen zu verstecken, bekommt jedoch glasige Augen.
“Und gewiss habe ich so einiges falsch gemacht … einiges, von dem die Menschen um mich herum nichts wissen.… nur um Aufmerksamkeit und Zugehörigkeit zu erlangen.”

Liam: “Das ist dir ja sichtlich gelungen. Wie hast du Alessia rumgekriegt? Und was hast du ihr angetan, dass sie diesen Schritt gewagt hat?Und ja, ich würde es heute anders machen.
Ich wäre aufmerksamer gewesen, hätte Kilian nicht so vertraut und … ich hätte Alessia nicht verlassen. Letztendlich hat uns die Trennung beide zerstört und Pascal aus seinem geschützten Umfeld gerissen.
Das war nicht richtig von mir. Überzogen und viel zu emotional.
Ich hätte es erwachsener angehen müssen. Und ich hätte Kilian länger suchen sollen, um ihn schon vor Jahren mit der Wahrheit zu konfrontieren. Womöglich wäre vieles dann komplett anders verlaufen.”

Kilian: “Womöglich ja, denn gewissermaßen wart ihr meine Familie, nachdem mein Vater nichts von mir gehalten hat. Aber irgendwann hatte ich nur noch das Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein und ich habe eure Turteln nicht mehr mit ansehen können. Es tat so weh. Daher musste ich gehen. Mich hatte in Albany nichts mehr gehalten.”

Ein betretenes Schweigen breitet sich in der Gruppe aus. Die Luft brennt fast vor lauter Emotionen; Traurigkeit, Enttäuschung, Liebe und Verletztheit liegen in ihr. Melinda und Michelle sehen sich an und jede sieht in dem Blick der anderen, dass sie beide die selben Gefühle wahrnehmen, signalisieren sich aber mit leicht angezogenen Schultern, dass sie die Informationen noch nicht so recht zusammenfassen können.

Keine der beiden Frauen traut sich so wirklich nachzuhaken, denn Kilians Fähigkeit ist sowohl faszinierend, als auch beängstigend, wer weiß zu was er wirklich fähig ist. Eine Frage brennt ihnen aber dennoch auf der Seele und erscheint weniger gefährlich.

Melichelle: “Entschuldigt bitte unsere Neugier, aber den Namen Alessia habt ihr nun schon häufiger erwähnt und sie scheint eine Schlüsselfigur in euer beidem Leben zu sein. Würdet ihr uns daher etwas mehr über sie erzählen?”

Liam: “Alessia ist mit uns in eine Klasse gegangen. Sie war so ganz anders, als die anderen Mädchen. Zugänglicher, frech, abenteuerlustig und es gab immer viel zu lachen. Sie hatte sich nie viel aus Mädchenkram gemacht und hat jede freie Minute mit Kilian und mir abgehangen. Sie war sich sogar nicht zu schade anderen Streiche zu spielen.”
Er lacht, sieht dann kurz zu Kilian und wird dann wieder nachdenklich und traurig.

Kilian grinst und schwelgt in Erinnerungen, dabei verändert er die Umgebung wieder und zeigt drei Kinder gemeinsam spielen. Sie springen mit Badeklamotten in einen See, spritzen sich gegenseitig an und lachen. Sie wirken unzertrennlich, mit einander verbunden, wie ein Trio, welches sich blind vertraut. 

Kilian schüttelt kurz seine Kopf und teilt seine Gedanken wieder den Mädels mit: “Ups, sorry, Liam, das war nicht für dich bestimmt! Vergiss das gleich wieder und frier dir den Hintern auf der Parkbank ab. ;-)”
Der Sarkasmus kann nur schwer über die mitgeschickten Gefühle hinwegtäuschen. Man merkt deutlich wie verletzt, enttäuscht und voller Sehnsucht Kilian ist.

Auch jetzt trauen sich Melichelle nicht weiter nachzufragen und lenken das Thema der Unterhaltung ein wenig um. Vorsichtig greifen sie zu ihren Cocktails und stellen fest, dass sie einfach köstlich schmecken. Woher nur wusste Kilian, welches ihre Lieblingsgetränke waren?

Genießerisch trinkend an ihren Cocktails stellen die Mädels eine Frage, von die sie hoffen, dass sie die trübe und drückende Stimmung etwas auflockern wird.

Melichelle: “Unverhofft kommt oft, glaubt ihr an eine höhere Macht, die unser Leben lenkt? Götter, Magie, ein Schicksal oder sonstige übernatürliche Kräfte?”

Liam: “Hahahah! Ist die Frage ernst gemeint?”
Abwechselnd sieht er von Michelle zu Melinda und dann zu Kilian und bemerkt die unruhigen Blicke zwischen den dreien.
“Warum guckt ihr so merkwürdig? Wisst ihr etwas, was ich nicht weiß? Die Frage war doch rein hypothetisch? Oder?”
Schaut sich noch einmal vergewissernd um, macht dabei aber ein ziemlich verunsichertes Gesicht.

Kilian: “Übernatürliches? Ich würde sagen, dass es auf dieser Welt unheimlich viele Dinge gibt, die sich nicht beschreiben lassen, schwer zu begreifen sind und für die Auffassungsgabe so mancher nicht erreichbar sind. 
Ja, ich glaube an Übernatürliches. Nur weil man nicht alles sehen, angreifen und beweisen kann, ist es nicht automatisch nicht existent. Daher muss es auch magische Wesen, Götter oder höhere Mächte geben.”

Liam sieht ihn mit gerümpfter Nase an: “Ist das dein Ernst? Du machst mir echt gerade Angst! Du musst einfach scherzen.”
Die Hand schützend vor sein Gesicht haltend, deutet Liam mit einem kreisendem Zeigefinger an, dass er Kilian für komplett irre hält.

Grinsend nicken sich die beiden Mädels zu und stellen eine letzte Frage, welche sie schon immer einem Buchcharakter stellen wollten.

Melichelle: “Da ihr das erste Mal die Möglichkeit habt euch öffentlich zu äußern, gibt es etwas, dass ihr euerer Schöpferin immer schon mal sagen wolltet?”

Liam:” Okay, jetzt wird es unheimlich.”
Melichelle legen Liam das Buch ‘Werde sichtbar’ in die Hände.
“Da geht es um uns? Ihr meint, so wie in der unendlichen Geschichte? Darf ich mal etwas zurückblättern? Ich muss unbedingt wissen, ob ich nach alldem noch einmal glücklich werden kann. Oder hat diese Frau Celeste das als nicht wichtig oder spannend genug empfunden?”

Kilian: “Gib mal her!”
Er zerrt Liam das Buch aus der Hand.
“Steht da vielleicht noch etwas über diese mysteriöse Frau aus dem Kasino drinnen? Irgendetwas hat sie mit mir angestellt. Seit ich sie beim Roulette über den Tisch gezogen habe, passieren merkwürdige Dinge. Zum Beispiel bekomme ich Geheimratsecken! Seht euch das an!”
Energisch deutet er auf seine Schläfe.
“Ich bin 24! Ist das nicht viel zu früh?”

Liam rollt mit den Augen und nimmt Kilian das Buch wieder aus der Hand. 
“Ich will eher wissen, was mit Alessia tatsächlich passiert ist und ob du dahinter steckst! Hey! Was lese ich da? Du wirst Zauberer? Du bist doch ein absolutes Antitalent, andere zu unterhalten!”
Liam lacht und hält sich den Bauch.

Kilian: “Mach dich nur lustig! Du hast ja keine Ahnung, zu was ich fähig bin!”

Liam: “Ah! Offensichtlich scheint diese Frau Celeste einen schrägen Humor zu haben. Sie achtet offenbar darauf, dass jeder bekommt was er verdient. Selbst du, mein Freund.”

Kilian wird hellhörig und schnappt sich das Buch wieder zurück.
“Wie meinst du das? Hat sie vielleicht auch darin erwähnt, ob mein Vater mir je verziehen hat? Oder es noch jemanden … wie mich gibt?”

Liam: “Du meinst, jemanden mit einem grünen und einem blauen Auge?”

Kilian zwinkert Melichelle zu und muss grinsen.
“Genau.”
Dann blättert Kilian zur letzten Seite und liest das Ende.
“Wow! Ich bekomme Gänsehaut. Wie ist das Celeste nur eingefallen?” 

Schmunzelnd und zufrieden mit dem Treffen erheben sich Melinda und Michelle, um sich von den zwei Herrn zu freundlich zu verabschieden. Beiden Frauen ist bewusst, dass dies eine einmalige Sache war. Die Erinnerung an diesen Tag, wird sie aber sicherlich ein Leben lang begleiten. 


Wir bedanken uns herzlichst bei Kilian und Liam, dass sie sich die Zeit für ein Treffen mit uns genommen haben. Sie haben uns somit einen ganz besonderen Tag ermöglicht.
Außerdem gilt ein weiterer Dank der Autorin Celeste Ealain, für ihre Zeit, Geduld und ihre Offenheit.

Es war eine aufregende und spannende Zusammenarbeit, welche wir wirklich sehr genossen haben. <3 Wir wünschen dir, deinen Geschichten und deinen Charakteren, eine tolle Zukunft.  Es folgen hoffentlich noch weitere tolle Momente als Autorin und Schöpferin solch wunderbarer Protagonisten.

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