Wieso müssen wir immer auf andere zeigen?

27. August 2018 0 Von Michelle

Huhu Booktopianer,

heute melden wir uns mal ganz ohne Bild. Welch seltener Anblick. Aber manchmal gibt es einfach Themen, bei denen will man die Ernsthaftigkeit durch ein Bild nicht in Frage stellen.

Viele folgen unserem Blog schon eine Weile und haben mitbekommen, dass es uns oft nicht nur um die Bücher geht, sondern sehr häufig einfach auch um Menschen und Schicksale. Bücher verbinden sowas oft auf eine ganz wundervolle Art und Weise. Wir tauchen in Leben und Schicksale ein und erleben sie mit. Wir tauschen uns mit anderen aus und diskutieren liebevoll über die Protagonisten. Eine Seite, die uns immer wieder an der Buchwelt fasziniert.

Bildquelle: Pixabay

Doch es gibt da auch eine andere Seite! Der Schatten, in dem sich Leser dafür rechtfertigen müssen WARUM sie “SOLCHE” Bücher lesen. Da gehen Leser und Blogger gegeneinander los und machen sich wirklich nieder?! Was soll das? Wieso ist das so verdammt wichtig, welches Buch Leser MY liest? Soviele Menschen beschweren sich, dass sie sich in ihrem Umfeld allein fühlen, dass die anderen nichts mit Büchern anfangen können und dann drehen sie sich um und machen jemanden nieder, weil er ein anderes Genre, eine andere Geschichte mag?

Welchen Sinn und Effekt soll das haben? Wir sollten uns freuen, dass wir soviel Auswahl haben. Jeder Leser kann etwas finden, was er mag und liebt. Autoren können ihre Fantasien aufschreiben und verfassen, denn es gibt Leser, die es lesen wollen!

Ich will mich nicht rechtfertigen müssen, warum ich Bücher mit Herzschmerz, Harmonie und Kontroverse in den Beziehungen lesen will. Ich will mich auch nicht rechtfertigen müssen, warum ich kein Buch aus dem Horrorbereich lesen will, egal wie gut es ist. Menschen sind verschieden, jeder hat andere Bedürfnisse und Vorlieben und GENAU SO soll es auch bleiben. Akzeptiert doch einfach, dass es auch andere Bücher und Geschichten gibt, wie nur eure Lieblinge und lasst andere das Lesen, was sie wollen. Hört auf mit dem erhobenen Finger auf die anderen zu zeigen, weil sie Badboy Geschichten lieben, oder lieber Zombies killen gehen. Es verlangt keiner von euch, dass ihr etwas lest, was ihr nicht mögt, aber versucht bitte aufzuhören anderen einreden zu wollen, dass das was sie lesen Schund ist, moralisch verwerflich wäre, oder dass sie gefährlich für ihr reales Dasein sind.

Ich liebe die Vielfalt an Büchern, ich liebe es auch mit anderen mich auszutauschen, obwohl sie etwas ganz anderes lesen. Es ist spannend zu erfahren, wie mein Gegenüber entspannen kann wenn er einen Mord aufklärt oder einen Psychopathen jagt.

Bildquelle: Pixabay

Lasst die Menschen lieben wen und was sie wollen. Wir kämpfen täglich für Akzeptanz in der Liebe. Wir kämpfen für die gleichgeschlechtliche Liebe, für die Liebe unter beeinträchtigten Menschen, für die Liebe zu unseren Kindern und manchmal auch um die Liebe zu unserem Partner -wenn die Schwiegermama mal wieder dagegen ist, oder wir einen Menschen aus einer anderen Kultur lieben.

Dann sollten wir wenigstens diesen einen sinnlosen Kampf um die Liebe zu verschiedenen Büchern auslassen, denn es ist einfach unwichtig wer was liest. Außerdem ist die Buchwelt eine so große Erschaffung, in der man sich so schön aus dem Weg gehen kann.

Wie steht ihr zu dem Thema?

Liebe Grüße #Melichelle